Die Sortierung von Rohkaffee ist die Klassifizierung von ungerösteten Bohnen nach Größe, Form und Anzahl der Fehler. Diese akribische Bewertung hilft bei der Bestimmung der Qualität und des Preises für Spezialitäten- und Handelskaffees. Über diese grundlegenden visuellen Kriterien hinaus spielen weitere Faktoren wie die Herkunftsregion, die Anbauhöhe, die spezifische Verarbeitungsmethode (z. B. gewaschen, naturgetrocknet oder Honey-Prozess) sowie die Kaffeesorte (Arabica oder Robusta) eine wesentliche Rolle. Diese Elemente wirken sich zusammen auf die Dichte der Bohne, ihren Säuregehalt, ihren Körper und letztendlich auf ihr einzigartiges Geschmacksprofil aus, was eine fundierte Einschätzung der Rohkaffeequalität ermöglicht.
Eine tiefere Klassifizierung befasst sich detailliert mit der Analyse von Defekten, wobei zwischen primären Fehlern (wie schwarzen Bohnen oder großen Fremdkörpern), die den Geschmack stark beeinträchtigen, und sekundären Fehlern (wie Bruchbohnen oder Pergamentresten), die eine geringere, aber dennoch spürbare Auswirkung haben, unterschieden wird. Die einheitliche Siebgröße der Bohnen, gemessen in 1/64 Zoll, ist entscheidend für eine homogene Röstung. Für Spezialitätenkaffee ist der wichtigste und letzte Schritt die sensorische Bewertung, bekannt als Cupping. Hierbei beurteilen geschulte Experten Attribute wie Aroma, Geschmack, Säure, Körper, Balance und Nachgeschmack, um eine Punktzahl zu vergeben, die letztlich den Grad und den Wert des Kaffees bestimmt. Dieser ganzheitliche Ansatz gewährleistet Transparenz und faire Handelspraktiken entlang der gesamten Lieferkette und sichert die Qualität bis in die Tasse.